Das Strandungsbuch

Gestrandet

Tim Schwabedissen "Gestrandet". Schiffsunglücke vor der Nordseeküste
200 Seiten, 21 x 27 cm 180 s/w-Abb., geb. mit Schutzumschlag € (D) 29,90 / € (A)* 30,80 / SFr 52,20 ISBN 3-7822-0893-5 Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg

"Schiff auf Strand!" - Dieser Ruf elektrisiert seit frühen Schifffahrtstagen die Menschen an der Küste. In den vergangenen Jahrhunderten war Schiffbruch gleichbedeutend mit der Aussicht auf reiches Strandgut. Strandräuber und -vögte lieferten sich mitunter ein Wettrennen um die Beute, dem nicht selten sogar Schiffbrüchige als lästige Zeugen zum Opfer fielen. Erst mit der Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger im Jahre 1865 rückte die Bergung der Menschen in den Mittelpunkt. Das Buch beschreibt zunächst die Geschichte von Strandung, Seenotrettung und Bergungsarbeit an der deutschen Küste. Anschließend zeigt es anhand von Beispielen auf, dass nicht erst seit der Havarie der "Pallas" Strandungen ein ökologisches Desaster für die Küste auslösen können.
Wiederholt drohte bereits der Totalverlust voll beladener Tanker wie der "Leros", der "Gerd Maersk" oder der "Anne Mildred Broevig".
Der historische Bogen spannt sich vom Untergang der "Cimbria", auch als deutsche "Titanic" bekannt, über die spektakuläre Doppelstrandung von "Ondo" und "Fides", noch heute als Mahnmale des Scheiterns in der Elbmündung sichtbar, bis hin zu den erfolgreichen Bergungen von "Emmanuel M" und "Njandoma". Die anschließende Entdeckungsreise entlang der deutschen Nordseeküste erkundet die facettenreiche Geschichte ds Schiffbruchs zwischen Borkum und sylt und lädt den Leser ein, sich einmal selbst auf historische Spurensuche zu begeben.